Bielefelder Vokalensemble in Hermannsburg
Pressestimmen: Programm „Kontraste“

Der vokalkreis bielefeld was angekündigt in Hermannsburg. „Kontraste“ sollten geboten werden: Musik zwischen Gregorianik und heute. Dazu noch Volksliedhaftes, Modernes und Tanz. Wer glaubte, dass dies nicht alles unter einen Hut zu bekommen sein könnte, wurde eines Besseren belehrt. Der Abend gelang vom ersten bis zum letzten Moment.

Sechs Sängerinnen und vier Sänger betreten den Altarraum und platzieren sich im weiten Halbrund. Man spürt die Konzentration der Musikerinnen und Musiker. Diese ist auch nötig, denn der vokalkreis bielefeld tritt generell ohne Dirigenten auf. Und er trägt keine leichten Stückchen vor. Ganz im Gegenteil: An diesem Abend wird kein einziges Werk zu hören sein, das man so heruntersingen könnte, ob Claudio Monteverdi oder Francis Poulenc. Ob William Byrd oder Hugo Wolf, ob zeitgenössische Chorkomponisten oder alte Meister: Alle Stücke haben auf sehr unterschiedliche Art ihre Tücken, alle haben eine ganz ausgeprägte Charakteristik.

Für den vokalkreis bielefeld was dies nicht das geringste Problem. Man hatte sogar noch Kapazitäten frei, das Programm zusätzlich durch einen erfundenen szenischen Ablauf zu bereichern. Man erzählte zwar keine irgendwie geartete Geschichte, man versuchte vielmehr beim Zuhörer Assoziationsketten auszulösen. Das gelang vielleicht nicht immer, aber als Ganzes wurde der Abend zu einem Triumph gekonnter, geradezu künstlerischer Programmgestaltung bei gleichzeitigem hohem sängerischem Niveau ....

aus der Celleschen Zeitung vom 22.03.2004, Autor: Reinald Hanke
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